Creative Advantage in der APG Strategy Corner

In der aktuellen Ausgabe der new business schreibt Dr. Annette Bruce im Rahmen der APG Strategy Corner über die strategischen Optionen zur Integration von Social Media in die Markenführung.

Den Artikel gibt es hier als PDF zum Download von unserer Website.

Veröffentlichung in der Research & Results

In der aktuellen Ausgabe 01/2011 der Research & Results stellen Dr. Annette Bruce und Valentina Glubokovskaya unter dem Titel “Abwägen und Tee trinken” die Ergebnisse einer aktuellen Segmentierungsstudie des deutschen Beutelteemarktes vor. Hier der Artikel als PDF zum Download.

In der Studie kam das von uns in Kooperation mit Delta Branding entwickelte integrative Segmentierungsmodell Market Matrix zum Einsatz. Mehr zu diesem strategischen Entscheidungs-Werkzeug hier auf unserer Website.

Milchkeks gegen Gangster-Rapper – Muskelspiele auf Facebook

Kraft Foods Keksmarke Oreo ist nach eigener Aussage „World’s Favorite Cookie“. Dieses Jahr soll der Schokokeks mit Milchcremefüllung mit einer groß angelegten Werbekampagne auch Deutschland erobern.

In sozialen Medien und insbesondere auf Facebook ist Oreo in den USA eine der beliebtesten Marken überhaupt mit aktuell fast 16,7 Millionen Fans. Beste Voraussetzungen also für die Rekordbücher, dachte man sich und rief gestern die Facebook-Community auf, einen Oreo Facebook-Post ins Guinness Buch der Rekorde zu bringen, indem er die meisten „Likes“ innerhalb von 24 Stunden bekommt. 50.000 war die Zielmarke, die es bis heute 15.00 Uhr zu knacken galt. Dies gelang problemlos, die Zahl wurde um mehr als das Doppelte übertroffen.

So weit, so gut. Allerdings fühlte sich der US-Rapper Lil Wayne – oder sein Management – von der Aktion inspiriert und blies ein paar Stunden später ebenfalls zur Rekordjagd. Der Musiker kann mit knapp über 20 Millionen Fans ebenfalls aus dem Vollen schöpfen. Und seine Fans folgten dem Aufruf in noch weit größeren Scharen als bei Oreo mit fast 500.000 Likes.

Was soll man von solchen „Muskelspielen“ halten? Natürlich ist es grundsätzlich besser, viele Fans, viele Follower, viele Likes zu haben als wenige. Aber bringt es neben dem obligatorischen Buzz eine Marke voran? Eigentlich wird hier nur die eigene Beliebtheit zementiert, der augenscheinlich kurzlebige Schein des Internets soll im Guinness Buch für die Nachwelt festgehalten werden.

„Etwas zu mögen“ ist ein integraler Teil von Facebook und die ominöse Schaltfläche wird dabei schon fast inflationär genutzt. „Rekorde“ wie dieser – egal ob er nun Oreo oder Lil Wayne zugesprochen wird – verblassen stark, wenn sogar Sprüche wie „Ab 250km/h zieht mein Bobbycar etwas nach rechts“ auf fast 24.000 Likes kommen.

Etwas Positives – vielleicht nicht unbedingt für Marken – lässt sich aus dem Like-Battle jedoch ziehen: Echte Menschen scheinen in sozialen Netzwerken doch noch beliebter zu sein als Kekse.

Sixt singt ein Lied auf kleine Preise – live vom Kofferband des Hamburger Flughafens

Sixt präsentiert einen neuen viralen Auftritt mit Material vom Hamburger Flughafen. Erstaunte Fluggäste sehen, wie ein kleinwüchsiger Mann auf dem Kofferband erscheint und live über die kleinen Preise von Sixt rockt.

Die anwesenden Fluggäste reagieren amüsiert und nahmen es mit Humor. Die Aktion dauerte eine Minute, dann erschienen Flughafen-Ordner auf der Bildfläche, die das Spiel beendeten. Im Netz findet der Spot keinen Anklang. Am zweiten Tag hat das Video gerade mal 1.500 Aufrufe.

Der Kreativität der Werbung sind heute ohne Frage keine Grenzen gesetzt und Verbraucher sind wohlwollender denn je, sich auf ungewohntes und überraschendes einzulassen. Doch die Aktion überzeugt nicht. Der Spot erscheint als Möchte-Gern-Viral und ist doch nur Preiswerbung mit der Sixt-eigenen Komik. Kein Vergleich also z. B. zu den herausragenden Flashmob-Aktionen der Telekom in Dresden oder T-Mobile in der Londoner Liverpool Street Station, die es auf Millionen von YouTube Abrufen gebracht haben.

Anders als bei Sixt hat die Deutsche Telekom bei ihren Aktionen gänzlich auf Werbung verzichtet. Nur ganz nebenbei erfährt man, wer der Initiator der Aktion ist. Im Vordergrund steht die Unterhaltung der Anwesenden und auch der YouTube- Zuschauer. Die Virals machen Spaß und schaffen – selbst am Rechner – eine hohe Emotionalität, die letztlich der Marke zugutekommt.

Vielleicht sollte auch Sixt es wagen, ein bisschen weniger werblich daher zu kommen, und eher die Herzen als die Geldbeutel anzusprechen. Viralität kann hohe Wellen im Netz schlagen, diese Sixt-Aktion wird das aber sicherlich nicht schaffen.

Fundstück: Die 10 2-D Code Gebote für Marketers

Passend zu unserem kürzlich veröffentlichten Post zum Thema QR-Codes ein interessanter Artikel von mashable.com:

2-D Codes: The 10 Commandments for Marketers

Eine prägnante Zusammenfassung.